English | Deutsch

Allgemeine Inhalte und Philosophie der PSE

Bei der Psychosomatischen Energetik® (PSE) handelt es sich um eine Heilmethode der Komplementärmedizin. Sie nimmt Körper, Seele und Geist als nicht voneinander zu trennende Bereiche des Menschen wahr. Sie verbindet einerseits Vorstellungen und Theorien, die aus Jahrtausende alter Heilkunst und Erfahrungsmedizin nicht europäischer Weltkulturen stammen und anderseits jüngeres alternativmedizinisches Heilwissen unseres Kulturkreises auf neuartige Weise miteinander. Die an westlichen Universitäten entwickelte sog. Schulmedizin anerkennt weder althergebrachte (z.B. indische, tibetische, chinesische) Vorstellungen über die Natur des Menschen und seiner Gesundheit, noch die in Europa in den letzten 200 Jahren entwickelten Erkenntnisse über die Lebenskraft und deren Verstimmung. Dasselbe gilt für die PSE.

Die Methode der Psychosomatischen Energetik betrachtet sich als Ergänzung zu den bewährten Methoden der Schulmedizin. Sie akzeptiert deren wesentliche Inhalte und Vorstellungen und weist darauf in ihren Grundlagenwerken wie auch in der Ausbildung hin (vgl. empfohlene Fachliteratur). Umgekehrt kann die Schulmedizin naturgemäss diagnostisch und therapeutisch nicht alles abdecken, was nach den Erkenntnissen und Erfahrungen der PSE und ihrer Anwender für die Stärkung der Lebenskraft bedeutsam ist. Die PSE-Anwender setzen sich für ein vertieftes Verständnis der Hintergründe von psychosomatischen Störungen ein und konzentrieren sich auf deren Auswirkungen, die nach ihrem heutigem Erkenntnisstand nicht nur seelische, sondern auch akute oder chronische Störungen des körperlichen Gleichgewichts tangieren können. Die PSE soll die Wirkungen von bewährten schulmedizinischen Verfahren, allopathischen Medikamenten, von Psychotherapien und/oder Naturheilverfahren fördern, indem Selbstheilungskräfte angeregt werden. Sie sieht ihren Platz im Rahmen einer ausgleichenden komplementärmedizinischen Heilkunde.

Die PSE und deren Anwender sind weltanschaulich nicht gebunden und stehen für eine liberale und aufgeklärte Grundhaltung ein. Sie respektieren den spezifischen Charaktertyp jedes Menschen ebenso wie dessen Anspruch auf individuelle Reifung und Sinnfindung in seinem eigenen Rhythmus. Sie sind offen für naturheilkundliche und energiemedizinische Alternativen, sofern sich solche in der Praxis bei einer Vielzahl von Anwendern bewährt haben. Die Erforschung von Synergien und der Erfahrungsaustausch mit anderen Fachbereichen bilden einen wichtigen Kernbereich der Aktivitäten der Internationalen Gesellschaft für Psychosomatische Energetik. Sie und ihre Anwender treten für die Vermittlung einer seriösen, breit abgestützten, fundierten und praxisnahen Heilkunst ein.

Die isolierte naturwissenschaftliche Sicht auf einzelne Phänomene und ein bloss rationales Vorgehen reichen oft nicht aus, um den umfassenden Bedürfnissen einer physisch und/oder psychisch geschwächten Person zu genügen, insbesondere, wenn diese in krisenhaft erlebten Zuständen mit fundamentalen Sinn- und Lebensfragen konfrontiert ist. Die PSE und ihre Anwender meinen deshalb, dass eine spirituelle Ausrichtung ein wichtiges Merkmal einer neuen ganzheitlichen Heilkunde darstellt, die den Menschen in eine höhere Ordnung eingebunden sieht. Das Verständnis eines solchen Menschenbildes ist auch Teil der Ausbildung (speziell im Intensivseminar und bei der Weiterbildung), wobei allerdings jedem Anwender freigestellt bleibt, wie er persönlich darüber denkt. Weltanschauliche Sektiererei und Dogmatismus hemmen jede Entwicklung, welche Erkenntnis die PSE und die Mitglieder des Fachverbandes auch auf sich selber anwenden. Sie stehen für eine Geisteshaltung der Toleranz und Offenheit.

Energiemedizinisch fordern die PSE und ihre Anwender bestimmte Voraussetzungen, die sich bewährt haben. So halten sie sich von Mentaltesten fern, weil dies die meisten Tester überfordert und daher eine Quelle falscher Resultate bilden kann. Ebenfalls vermeiden sie eine alleinige Konfliktentkoppelung, etwa durch Psychokinesiologie, Klopfen, Farbbrillen usw., ausser als Überbrückung im Notfall oder wenn begleitend eine PSE-Therapie durchgeführt wird. Als unnütz oder schädlich werden auch Methoden der sog. „virtuellen“ Heilung erkannt, etwa durch Abschirmen von Geopathien, durch den Einsatz von Symbolen oder durch ein sog. Aufschwingen von Informationen, weil diese erfahrungsgemäss allfällige Störquellen fortbestehen lassen oder auf Dauer keine tiefgreifenden und ausreichenden Wirkungen hervorbringen.

Analoges gilt auch für die Therapie von Konflikten: Dort hat sich nach der Erfahrung der PSE und ihrer Anwender nur ein klar normiertes Verfahren bewährt. Dieses kann sich teilweise über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr hinziehen, selbst wenn Besserungen von Betroffenen und deren Umfeld bzw. von Therapeuten schon früher bemerkt werden. Die diesbezüglichen Standards sind in den Grundlagenbüchern der Psychosomatischen Energetik und im Lehrbuch der PSE für Therapeuten dargestellt. Die PSE stellt daher trotz teilweise rasch verspürtem Energieanstieg und damit einhergehendem subjektivem Wohlbefinden keine Instant-Therapie dar; sie erfordert Zeit, Disziplin und Geduld, sowohl vom Therapeuten wie auch vom Patienten.